Bei der Vermisstensuche zählt jede Minute. Eine Drohne verschafft der Einsatzleitung in kurzer Zeit einen Überblick, für den Bodenkräfte Stunden bräuchten — vorausgesetzt, der Einsatz ist sauber strukturiert. Dieser Beitrag fasst zusammen, worauf es beim Drohneneinsatz in der Personensuche ankommt.
Der häufigste Fehler ist unkoordiniertes Absuchen. Teilt das Suchgebiet stattdessen in klar abgegrenzte Abschnitte und arbeitet sie nachvollziehbar ab. Auf einer gemeinsamen Einsatz-Karte sehen Einsatzleitung, Piloten und Bodenteams jederzeit, welches Suchfeld bereits erkundet wurde und wo noch Lücken sind. Das verhindert Doppelsuchen und sorgt dafür, dass am Ende kein Bereich übersehen wird.
Eine Wärmebildkamera macht Personen auch bei Dunkelheit, in Vegetation oder unwegsamem Gelände sichtbar. In der Praxis gilt:
Drohne und Suchhundeteams ergänzen sich ideal — wenn beide auf derselben Karte sichtbar sind. Teilen Bodentrupps ihre Position, entsteht ein gemeinsames Bild, in dem sich Luftaufklärung und Bodensuche gezielt steuern lassen. So wird aus zwei getrennten Suchen eine koordinierte Operation.
Jeder Flug sollte lückenlos dokumentiert sein — für die Nachbereitung und den Nachweis gegenüber den Behörden. Ein automatisches Flugbuch erfasst Pilot, Gerät, Flugzeit und GPS-Trace, ohne dass jemand nach dem Einsatz Formulare ausfüllen muss.
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